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5 Anzeichen dafür, dass Ihre Geschichte mit dem Geld in der Kindheit geschrieben wurde

· 3 Min. Lesezeit · Money Mindset

Sie sind ein erwachsener Mensch. Sie verdienen Ihr eigenes Geld, treffen Ihre eigenen Entscheidungen und gestalten Ihr Leben selbst. Warum also lässt Sie eine bestimmte Art von finanzieller Situation wie ein hilfloses siebenjähriges Kind fühlen?

Weil Ihr siebenjähriges Ich in einem sehr realen Sinne noch immer Ihre Geldentscheidungen trifft.

Die Forschung in der Entwicklungspsychologie zeigt beständig, dass unsere grundlegenden Überzeugungen über Geld zwischen dem dritten und siebten Lebensjahr entstehen — bevor wir über die kognitive Fähigkeit verfügen, sie zu hinterfragen. Diese Überzeugungen werden durch Beobachtung aufgenommen, nicht durch Belehrung. Ihre Geldgeschichte haben Sie nicht aus einem Lehrbuch gelernt. Sie haben sie gelernt, indem Sie die Gesichter Ihrer Eltern beobachteten, wenn Rechnungen ins Haus kamen.

Zeichen 1: Sie reagieren unverhältnismässig auf kleine finanzielle Ereignisse

Ein Parkbussgeld von CHF 50 ruiniert Ihnen den ganzen Tag. Eine unerwartete Rechnung von CHF 200 löst eine Angst aus, die eine Woche anhält. Die Reaktion entspricht nicht Ihrer gegenwärtigen finanziellen Situation — sie entspricht der finanziellen Situation Ihrer Kindheit.

Wenn ich dies mit Klientinnen erkunde, finden wir fast immer ein Echo aus der Kindheit. Der Elternteil, der ausrastete, weil ein Glas Milch verschüttet wurde, weil das Ersetzen Geld kostete, das nicht vorhanden war. Die angespannte Stille, wenn die Stromrechnung eintraf. Die Scham, Schuhe mit Löchern zu tragen, weil neue nicht im Budget waren.

Ihr Nervensystem hat diese Momente als Bedrohung abgespeichert. Jahrzehnte später aktiviert jeder finanzielle Auslöser, noch so klein, dasselbe Alarmsystem.

Zeichen 2: Sie haben Geld-„Regeln", die Sie nicht erklären können

„Immer bar bezahlen." „Nie die teuerste Option wählen." „Mindestens 20 % sparen, sonst ist man unverantwortlich." „Man muss es erst verdienen, bevor man es geniessen darf."

Wenn Sie Geldregeln befolgen, die Sie nie bewusst gewählt haben — Regeln, die sich eher wie Gebote anfühlen als wie persönliche Präferenzen — sind sie mit grosser Wahrscheinlichkeit geerbt. Es sind die ausgesprochenen und unausgesprochenen Gesetze der finanziellen Kultur Ihrer Familie, weitergegeben wie unsichtbare Erbstücke.

Nicht alle davon sind schlecht. Manche nützen Ihnen durchaus. Die entscheidende Frage lautet: Haben Sie diese Regel gewählt, oder wurde sie für Sie gewählt?

Zeichen 3: Ihre Ausgabenmuster spiegeln die eines Elternteils wider

Horten Sie Geld, so wie Ihr Vater es tat? Geben Sie impulsiv aus, so wie Ihre Mutter es tat? Weichen Sie Gesprächen über Geld aus, so wie beide es taten?

Wir wiederholen entweder die Geldmuster unserer Eltern oder wir lehnen sie ab — und die Ablehnung ist lediglich das Spiegelbild der Wiederholung. Die Frau, die schwört, nie so „geizig" zu sein wie ihr Vater, wird vielleicht zur Vielausgeberin. Der Mann, der das zwanghafte Einkaufen seiner Mutter beobachtet hat, wird vielleicht zum zwanghaften Sparer. Unterschiedliches Verhalten, dieselbe Wunde.

Zeichen 4: Bestimmte Geldsituationen lösen körperliche Empfindungen aus

Ein Engegefühl in der Brust, wenn Sie Ihren Kontostand prüfen. Ein Knoten im Magen bei Gehaltsverhandlungen. Schweisse Hände beim Aufteilen einer Restaurantrechnung. Diese körperlichen Reaktionen sind das Gedächtnis Ihres Körpers — für das, was Ihr bewusstes Denken vielleicht längst vergessen hat.

Im traumainformierten Coaching schenken wir diesen somatischen Signalen besondere Aufmerksamkeit, denn sie sind eine direkte Botschaft aus jenem Teil von Ihnen, der Ihre ursprüngliche Geldgeschichte geformt hat. Der Körper erinnert sich — finanziell ebenso wie emotional.

Zeichen 5: Sie fühlen sich schuldig dafür, Geld zu haben

Das überrascht viele, doch es ist unter leistungsstarken Frauen ausgesprochen verbreitet. Sie verdienen gut, besser als Ihre Eltern es je getan haben, und statt Stolz zu empfinden, fühlen Sie sich schuldig. Als ob Ihr Erfolg irgendwie ein Verrat an Ihrer Herkunftsfamilie wäre.

Diese Art von „Überlebendsschuldgefühl" rund ums Geld ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Geschichte Ihres inneren Kindes noch immer das Steuer übernimmt. Das Kind, das finanzielle Not miterlebt hat, fühlt sich im Wohlstand fehl am Platz. Das Kind, dem gesagt wurde: „Geld wächst nicht auf Bäumen", fühlt sich verschwenderisch, wenn es Fülle geniesst.

Die Geschichte neu schreiben

Das Schöne an Geldgeschichten ist, dass sie neu geschrieben werden können. Nicht indem man sie ignoriert — das funktioniert nicht. Nicht indem man gegen sie ankämpft — das verfestigt sie nur. Sondern indem man sie mit Mitgefühl versteht, ihren Ursprung anerkennt und bewusst wählt, welche Kapitel man behalten und welche man loslassen möchte.

Das ist der Kern dessen, was ich als zertifizierter Money Coach tue. Wir schauen nicht nur auf Ihre Kontoauszüge. Wir schauen auf Ihren Stammbaum, Ihre frühesten Erinnerungen, die Reaktionen Ihres Körpers und die Überzeugungen, die Sie mit sich tragen, ohne sie je geprüft zu haben.

Wenn Sie neugierig sind, welchen Geldarchetyp Ihre Kindheitsgeschichte geprägt hat, probieren Sie The Deal. Es ist ein Kartenspiel, das darauf ausgelegt ist, Ihre dominanten Geldmuster sichtbar zu machen — jene, die Ihr siebenjähriges Ich damals in Bewegung gesetzt hat.

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Ilana Jankowitz  ·  Certified Money Coach (CMC)  ·  NLP Practitioner  ·  Inside-Out Money Coach (10+ Years)  ·  Featured Speaker at Google & IAPC